Die Bemerkung, auf die wohl jeder behandelnde Tierarzt allergisch reagiert...KEIN GELD...kein Geld für eine dauerhafte Therapie, kein Geld für eine lebenswichtige Behandlung oder Operation, kein Geld für den Tierarzt, kein Geld für das Tier und überhaupt...kein Geld.
Letzten Freitag standen meine Kollegin und ich durch die finanziellen Schwierigkeiten vor zwei Besitzerinnen, die lieber ihren 2 Jährigen an Harngries mit der obligatorischen Harnröhrenverstopfung erkrankten Kater einschläfern lassen wollten, anstatt einen wirklich fairen Finanzierungsvorschlag von uns für die Behandlung anzunehmen. Einzige Begründung: Wir haben nur Hartz IV, Punkt. Das war alles, mehr wurde nicht gesagt. Man würde uns wohl behandeln lassen, aber nur bei einer 100%igen Garantie der Heilung. Haken an der Sache, auch Euthanasie kostet Geld, daher erfolgte prompt die Frage der Besitzerinnen, was denn wohl passieren würde, wenn sie den Kater einfach mit zum Sterben nach hause nehmen würden. Erst nach dem wir dies zwei Mal für inakzeptabel erklärten und nahe brachten, dass das Tier einen äußerst qualvollen Tod sterben würde und wir das nicht zulassen würden, wurde nicht weiter in die Richtung gefragt.
In solchen Momenten wünscht man sich eine Pflichtversicherung für Tiere, besonders im Zusammenhang mit Hartz IV, damit einem solche Situationen erspart bleiben.
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