Montag, 29. September 2008

Aber sie ist noch nie runter gesprungen…

Eine typisches Sommer-Phänomen, die Fenstersturzkatze, gerne vom Balkon oder der Fensterbank gesprungen oder gefallen, mal mehr und mal weniger verletzt, lebend, gerade noch lebendig oder auch schon tot. Die Leute sind meist fürchterlich betroffen, schade, für die Tiere kommt diese Haltung zu spät, für die Kopflosigkeit ihrer Besitzer zahlen sie manchmal mit ihrem Leben. Dabei sind Balkonnetze weder teuer noch kompliziert anzubringen und wer eine Katze hat sollte eben nicht mit offenem Fenster schlafen, wenn es nicht „vernetzt“ wurde. Die Entschuldigungen oder hervorgebrachten Gründe für den Fenstersturz der Vierbeiner sind vielfältig und reichen von „sie hat das aber noch nie gemacht“ über „sie hat sich erschreckt“ bis hin zu „wir haben sonst immer aufgepasst nur dieses Mal nicht“. Und wehe, der Tierarzt reagiert nicht verständnis- sondern vorwurfsvoll, dann wird gleich gepatzt man so gefälligst seine Arbeit machen und sich nicht äußern, schließlich wäre man, also die Besitzer, ja auch gleich gekommen. Dabei ist hier Prophylaxe alles, was zählt, schließlich haben wir die Verantwortung für die bei uns lebenden Vierbeiner, die nur nach ihren Instinkten leben und selber die Gefahr nicht erkennen, die ein Sturz bereits aus kleiner Höhe bedeuten kann, wenn doch gerade ein herrlich aufreizender Vogel an ihrer Nase vorbeifliegt. Schön wäre doch, wenn gerade zu diesem Thema ebenso wie zu den Kippfensterkatzen mehr Aufklärung bei den Besitzern betrieben werden würde, denn das könnte Leben retten! Denn jede auf diese beiden Arten gestorbene Katze ist eine zu viel!

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