- Kliniken haben immer offen
- Notdienst ist teurer als normaler Dienst
- am Telefon kann man nicht diagnostizieren
- Tierärzte sind Dienstleister und keine Wohltäter
- Tiermedizin kostet Geld
- Hartz IV umfasst keine Haustiere
- Bargeld heißt Bargeld und nicht Raten, Schuldscheine oder umsonst
- Es ist nicht in Ordnung wenn das Haustier nicht frisst oder trinkt, Durchfall oder Erbrechen hat, keinen Kot oder Urin absetzt, zu dick oder zu dünn ist, Haarausfall hat, von kleinen krabbelnden Wesen bevölkert ist, hustet schnupft oder tränende Augen hat, unbehandelte Herzfehler, Hormonstörungen oder andere unbehandelte heilbare Krankheiten hat, man ein Tier aus finanziellen Gründen oder weil es jetzt "das" Alter hat einschläfern will
- Krankheit ist ein Grund zur Heilung nicht zur Euthanasie
- Leid und leiden sind zwei paar Schuhe und nicht ein Vorwand zur Euthanasie
- Foren im Internet haben nicht immer Recht
- man muss nicht warten, bis Tumore kindskopfgroß sind um sie zu operieren
- auch alte Hund kann man operieren
Samstag, 27. Dezember 2008
Dinge, ...
Donnerstag, 16. Oktober 2008
Heidegeschichten
Zu dem Sprachlos-foto könnte ich auch einige setzen, wenn ich die erlebten Patienten fotografiert hätte. Z.B. den Feldhasen, den aufmerksame Autofahrer aus dem Graben gefischt haben und in die klinik brachten, nachdem andere unaufmerksame Autofahrer offenbar über selbigen Hasen gefahren sind. Die Helferin brachte mir den Hasen durch den Hintereingang in das Sprechzimmer. Zunächst sah ich nur eine Abschürfung am Rücken. Dann drehte Nadine den Hasen ins "Profil" und ich hatte kurzfristig den Gedanken, dem Hasen würde ein Stock im Bauch stecken. Eine gleichermaßen absurde wie ekelhafte Idee. Nein, es war der Rest vom Femur, der vom Fleische befreit schräg hochstand, der Rest des Beines dängelte an einem Hautlappen lasch herunter. Ebenfalls ekelhaft und scheußlich. Ohne lange zu zögern entschloss ich mich, dem Leiden des Hasen ein Ende zu setzen. Als ich aus dem Behandlungsraum in die Apotheke ging, um das T 61 zu holen, begegneten mir die (sehr jugendlichen) Bringer des Hasens und fragten, was denn jetzt mit ihm geschehen soll..(!) Und dann auf meine Antwort hin: "Kann man denn da gar nichts mehr machen..?"
Und dann erlabt man ja auch immer wieder die klassischen "James Herriot"-Geschichten: "Mit meinem Schaf stimmt was nicht. Das zittert so und ist nicht gut drauf. Also, früher haben wir denen ja ins Ohr geschnitten und dann ging es ihnen besser." -"Nee, lassen sie mal lieber! Ich komme dann gleich vorbei und schaue mir das Schaf an!" ( Das Schaf hatte Fieber, wurde behandelt und war nach einem Tag schon wieder deutlich besser zuwege, aber die Schäferin ließ es sich nicht nehmen, zu sagen, dass sie ja dem Schaf am liebsten ins Ohr geschnitten hätte...) Hat man Worte?
Danke für die beiden Berufsgeschichten!
Montag, 29. September 2008
Aber sie ist noch nie runter gesprungen…
Eine typisches Sommer-Phänomen, die Fenstersturzkatze, gerne vom Balkon oder der Fensterbank gesprungen oder gefallen, mal mehr und mal weniger verletzt, lebend, gerade noch lebendig oder auch schon tot. Die Leute sind meist fürchterlich betroffen, schade, für die Tiere kommt diese Haltung zu spät, für die Kopflosigkeit ihrer Besitzer zahlen sie manchmal mit ihrem Leben. Dabei sind Balkonnetze weder teuer noch kompliziert anzubringen und wer eine Katze hat sollte eben nicht mit offenem Fenster schlafen, wenn es nicht „vernetzt“ wurde. Die Entschuldigungen oder hervorgebrachten Gründe für den Fenstersturz der Vierbeiner sind vielfältig und reichen von „sie hat das aber noch nie gemacht“ über „sie hat sich erschreckt“ bis hin zu „wir haben sonst immer aufgepasst nur dieses Mal nicht“. Und wehe, der Tierarzt reagiert nicht verständnis- sondern vorwurfsvoll, dann wird gleich gepatzt man so gefälligst seine Arbeit machen und sich nicht äußern, schließlich wäre man, also die Besitzer, ja auch gleich gekommen. Dabei ist hier Prophylaxe alles, was zählt, schließlich haben wir die Verantwortung für die bei uns lebenden Vierbeiner, die nur nach ihren Instinkten leben und selber die Gefahr nicht erkennen, die ein Sturz bereits aus kleiner Höhe bedeuten kann, wenn doch gerade ein herrlich aufreizender Vogel an ihrer Nase vorbeifliegt. Schön wäre doch, wenn gerade zu diesem Thema ebenso wie zu den Kippfensterkatzen mehr Aufklärung bei den Besitzern betrieben werden würde, denn das könnte Leben retten! Denn jede auf diese beiden Arten gestorbene Katze ist eine zu viel!
Samstag, 27. September 2008
Montag, 22. September 2008
A dark and stormy night
Just the two of them.
It was a cold, dark, stormy night. The storm had come quickly;
each time the thunder boomed, he watched her jump.
She looked across the room and admired his strong appearance...
and wished that he would take her in his arms, comfort her and
protect her from the storm.
Suddenly, with a pop, the power went out... She screamed...
He raced to the sofa where she was cowering. He didn't hesitate
t o pull her into his arms.
He knew this was a forbidden union and expected her to pull back.
He was surprised when she didn't resist but instead clung to him.
The storm raged on...
They knew it was wrong...
Their families would never understand...
So consumed were they in their FEAR that they heard no opening
of doors...just the faint click of a camera......
Dienstag, 16. September 2008
Telefonschnipsel
"Ich habe eine Babykatze gefunden...die hat mich gekratzt....hab ich jetzt HIV?"
"Ist Milchfieber eigentlich ansteckend Frau Doktor?"
"Hör mal, ick steh hier anner Dönerbutze, da is mir jerade n Hund zujelaufen...und nu?" "Da müßten sie sich an die Polizei wenden." "Nee, lass mal, Polizei is jerade janz schlecht..bin doch jerade uff Bewährung draussen, dann nehme ich den Hund lieber mit...."
Katzengeburt "Aber nun haben wir doch ein Problem, das Katzenbaby kommt doch rückwärts" "Nein, solange das nicht zu groß ist, macht das nichts." "Also, meine Mutter meint ja, dass das schon ein Problem ist...jetzt weiß das Baby doch gar nicht, in welche Richtung es raus krabbeln muss" "Ähm, sie sind die Tochter ihrere Mutter, sie sind doch auch nicht herausgekrabbelt, die Katze hat Wehen, das macht nichts, das Baby kommt auch rückwärts herum raus raus" "Natürlich bin ich mit Wehen gekommen und nicht gekrabbelt, ich bin doch schließlich auch keine Katze!".....3 h später ruft die Mutter an "Alle Welpen sind jetzt erfolgreich rückwärts rausgekrabbelt gekommen, toll, sie hatten recht!"....ich habe dann darauf verzichtet ihr zu erklären, dass die Welpen eh noch nichts sehen können...
Montag, 15. September 2008
Von Tierquälern und Geldmangel
Interessant wird es dann aber, wenn es um Geld geht, denn Tiere kosten nun mal eben solches, ein Umstand, der leider nicht allen Besitzern präsent ist, wenn sie sich einen vierbeinigen Freund zulegen. Häufig wird gedacht, dass das Tier schon nicht krank werden wird oder man dann schon irgendwie mit dem Tierarzt überein kommt, nicht zu bezahlen. Ein schönes Beispielt ist mir mal wieder dieses Wochenende passiert, wo ein Besitzer Sonntag früh um fünf (!!!!) anruft, weil sein Hund sich seit einem Monat (!!!!!) kratzt und wohl die Behandlung eines Kollegen nicht anschlägt. Schnell geht es darum, ob und wie teuer es denn wäre, wenn er nun käme. Auf das Thema Notdienstzuschlag rotzt er nur durch das Telefon, dann müsse er also "noch mehr Geld mitbringen" und wie es denn wäre, wenn er "keines hätte". Auf die freundliche Erwiederung, dass nur gegen Bares oder EC-Zahlung behandelt wird folgt die trockene Erwiederung dann "müsse er den Hund eben dalassen" und wir wären "Tierquäler". Aha, bevor man was erwiedern kann legt dieser Unsymphatieträger einfach auf, es ist Sonntag früh fünf Uhr in Berlin und man steht sprachlos am Telefon. Und man fragt sich, ob dieser Mann auch bei Lidl an der Kasse sagt, ich gebe mein Kind mal ab und kaufe kostenlos ein, da ich kein Geld habe und dann die Verkäuferin als Menschenfeindin beschimpft, wenn sie ihm klar macht, dass er nur gegen Bezahlung kaufen kann....Komischer Weise würde niemand auf so eine Idee kommen, wenn es um Tiere geht neigen aber viele dazu, genau mit dieser Argumentation zu kommen, wenn es um die Bezahlung einer Leistung geht und reagieren mehr als irrational, wenn es dann nicht nach ihrem Willen geht.
